Die meisten Heuschrecken-Arten bewohnen in der Lehmkaul die grasbewachsenen Flächen, (die nur einen relativ kleinen Teil der Gesamtfläche ausmachen), aber es finden sich auch Arten, die höherwüchsige Saumstrukturen oder auch Gebüsche bevorzugen. Allein das kleinräumige Vorkommen unterschiedlicher Lebensräume in der Lehmkaul bedingt einen Artenreichtum, der als Bioindikator für naturverträgliche Lebensbedingungen dienen kann. Eine Intensiv-Bewirtschaftung von Grünland führt zum Verschwinden der Heuschrecken. Aber von „Inseln“ wie der Lehmkaul können die Heuschrecken auch die Flächen in der Nachbarschaft wieder besiedeln, wenn die Art der landwirtschaftlichen Bearbeitung dies wieder zulässt.
Die seit 2025 wieder extensiv bewirtschaftete Nachbarwiese der Lehmkaul kann also wieder zu einem Heuschrecken-Biotop werden!














Die Bestimmung von Heuschrecken ist nicht einfach. Viele Arten zeigen eine große Bandbreite an unterschiedlichen Färbungen, alle Arten durchlaufen verschiedene Larvenstadien mit entsprechend vom „fertigen“ Insekt (Imago) abweichendem Aussehen, Männchen unterscheiden sich manchmal deutlich von den Weibchen und dazu kommt noch ein gelegentliches Auftreten von langflügeligen Exemplaren von Heuschrecken, die normalerweise kurzflügelig sind. Für die Hilfe bei der Bestimmung der ersten Arten ein herzliches Dankeschön an Torsten Weber, der dadurch Mut gemacht hat, sich intensiver mit den Heuschrecken zu beschäftigen. Die weiteren Bestimmungen erfolgten mit Hilfe des Buches „Die Heuschrecken Deutschlands und Nordtirols“ von Fischer, Steinlechner et al..
