
2026
Der Januar ist der ideale Monat, um die Lehmkaul-Internetpräsenz zu verbessern. Neu aufgenommen wurde z.B. eine kleine Galerie mit den bisher gefundenen Flechten, zu finden unter „Pilze & Co“. Ansonsten versuchen wir, die Seite übersichtlicher zu gestalten und die Navigation zu verbessern.

2025
Dezember 2025
Die Lehmkaul hat Winterpause!
Oktober und November 2025

Für die Projekte Lehmkaul und Blühstreifen Nachbarwiese gab es in diesem Jahr den Klimaschutzpreis von Westnetz. Eine sehr schöne Anerkennung für unsere Arbeit. Das Preisgeld von 500€ wartet jetzt auf den Einsatz für weitere Projekte!
Einige Apfelbäume in der Lehmkaul weisen einen üppigen Ertrag auf, erstaunlich , denn die Bäume stehen dicht an dicht mit großen Weidenbäumen, Weißdorn und anderen Sträuchern. Insgesamt konnten bisher 6 Kulturapfelbäume mit mindestens 2 verschiedenen Sorten (Roter Eiserapfel und eine Renette) nachgewiesen werden. Eine genaue Sortenbestimmung ist geplant.




Einige Pflegearbeiten in der Lehmkaul leiten den Winter ein: aus allen Folientümpeln wird übermäßiger Bewuchs entfernt, auf einigen Flächen werden die Brombeeren entfernt, die Kleine Wiese wird noch einmal gemäht und die Vogel-Nistkästen werden gereinigt.

September 2025
September und Oktober sind die Monate im Jahr, wo sich Spinnen am augenfälligsten bemerkbar machen. So finden sich auch in der Lehmkaul zahlreiche Spinnennetze, eindrucksvoll besonders, wenn die Netze mit winzigen Tautropfen behangen sind. Die bisher fotografisch dokumentierten Spinnenarten werden unter „weitere Tierarten“ aufgezeigt.
August 2025
Der Blühstreifen blüht!

Die gemeindeeigene Wiese neben der Lehmkaul wurde ab 2025 aus der Intensivbewirtschaftung herausgenommen und es wurde beschlossen, sie durch Verringerung der Mahthäufigkeit und Beendigung der regelmäßigen Düngung nach und nach wieder in eine artenreiche Wiese zu verwandeln.


Um diesen Vorgang zu beschleunigen, legte die Umweltgruppe Berndorf einen umlaufenden Blühstreifen an, Mitte Mai war der Streifen mit einer Kreiselegge bodenschonend vom dichten Gras befreit worden (Danke an Bauer Friedhelm Schmitz aus Mirbach), Ende Mai und Anfang Juni wurde nach Entfernen der Mulchschicht mit heimischem Saatgut (Fa. Rieger und Hofmann) eingesäht.
Juli 2025
Wer einen Naturgarten pflegt, weiß, dass der Juli ein stressiger Monat ist, Gräser, Sträucher und Bäume wachsen einem über den Kopf und es bedarf einigen Aufwands, den Aufwuchs einigermaßen unter Kontrolle zu halten. In der Lehmkaul ist es nicht anders, alle Wege sind zugewuchert und die „Kleine Wiese“ im vorderen Teil des Geländes will gemäht werden. Doch die Arbeit lohnt sich, immer wieder gibt es neue Entdeckungen.
Ein Highlight im Juli war der Große Schillerfalter, der erstmals in der Lehmkaul gesichtet (und fotografiert) wurde. Dieser Großfalter ist in Rheinland-Pfalz nach Roter Liste in die Gefährdungsstufe 3 eingeordnet. Offensichtlich sind es die vielen Weiden, die den Falter in die Lehmkaul gelockt haben, denn die Raupen ernähren sich hauptsächlich von Sal- und Grauweiden, und die wachsen reichlich in der Lehmkaul. Der Falter ist nicht leicht zu entdecken, nur die Männchen suchen am Boden Exkremente oder Aas auf, um daran zu saugen, halten sich aber meistens im Blätterbereich der Bäume auf, wo sie (fast) nicht zu sehen sind.
Das Angebot an Blüten ist im Juli besonders groß (entsprechend zahlreich die Schmetterlinge insgesamt). Erfreulich ist, dass die vor 2 Jahren an den Rand der kleinen Wiese gepflanzten Wegwarten eine üppige Blütenpracht entwickelt haben und schon anfangen sich auszubreiten. Auch die angepflanzten Heidenelken haben sich eingewöhnt, vor allem im Bereich der Sandhügel wachsen sie sehr üppig.

Juni 2025
Die Tümpel in der Lehmkaul ziehen schon seit der Fertigstellung des ersten Folientümpels 2023 die Libellen an. 2025 stellt die Erfassung der Libellen in der Lehmkaul einen Schwerpunkt in der Naturbeobachtung auf der Fläche dar. Die Ergebnisse werden unter „weitere Tierarten“ zu sehen sein.
Mai 2025
Alle Tümpel in der Lehmkaul sind mit Leben gefüllt, in allen Folientümpeln tummeln sich die Kaulquappen und in jedem Tümpel, auch im Grundwassertümpel, wurden Molche gesichtet. Alle Tümpel warten auf Regen, aber kein Tümpel ist im Moment vom Austrocknen bedroht.
Um herauszufinden, wo in der Region die seltene Haselmaus vorkommt, kann man Haselmausröhren waagerecht in Hasel- oder Weißdornsträucher aufhängen. Alle paar Wochen wird kontrolliert, ob sich die scheuen Tiere eingefunden haben. In der Lehmkaul wurden 3 Röhren aufgehängt (Danke an Clemens Hackenberg vom NABU Kylleifel), bisher hat noch keine Haselmaus die Röhren aufgesucht, aber, wie oft, hier ist Geduld gefragt.
Am 19.5.25 konnte wieder mit Hilfe von Dietmar Borbe eine Lichtzeltaktion durchgeführt werden, diesmal im hinteren Bereich der Lehmkaul, um Nachtfalter zu bestimmen. Wiederum wurden eine Reihe von Nachtfaltern erstmals nachgewiesen, u. a. der mit einer eindrucksvollen Flügelzeichnung ausgestattete Hobelspanner (Plagodis dolabraria), die gesamte „Beute“ wird demnächst unter „Schmetterlinge“ zu finden sein.
Am 24.5.2025 hat die Umweltgruppe Berndorf eine ornithologische Wanderung veranstaltet. Ausgangspunkt der Wanderung war die Lehmkaul, hier konnten schon eine ganze Reihe von Singvögeln identifiziert werden, darunter der Zaunkönig, die Mönchsgrasmücke und die Klappergrasmücke.
April 2025

Von Ende März bis in den Juni hinein kann man in der Lehmkaul in den frühen Morgenstunden ein eindrucksvolles Vogelkonzert erleben. Um einen genaueren Überblick über die verschiedenen Teilnehmer am Konzert zu bekommen, wurde mit einem speziellen Aufnahmegerät (Song Meter 2, Wildlife Acoustics) jeweils von Samstag auf Sonntag von Sonnenuntergang bis 2 Stunden nach Sonnenaufgang Aufnahmen angefertigt und ausgewertet. Dabei konnten bisher die folgenden Vogelarten sicher nachgewiesen werden: Singdrossel, Mönchs-, Klapper-, Garten- und Dorngrasmücke, Zaunkönig, Rotkehlchen, Blaumeise, Kohlmeise, Heckenbraunelle, Zilpzalp, Kernbeißer, Rabenkrähe, Elster, Ringeltaube, Amsel und Lerche. Eine besonders imposante Sängerin ist die Singdrossel, in der folgenden Aufnahme vom 13.4.2025 (von 6.10 bis 6.19) kann man ihren Gesang hören:
Anfang April, zur Hauptpaarungszeit, waren die Erdkrötenrufe ununterbrochen zu vernehmen und Ende März waren die klopfenden Rufe der Grasfrösche pausenlos über die ganze Nacht hindurch zu hören.
Die Hohe Schlüsselblume (Primula eliator) hat in diesem Jahr wieder prächtig geblüht. Zwar steht sie in dem Bereich der Lehmkaul, wo im späten Frühjahr und Sommer reichlich Brennnessel wachsen, aber sie treibt schon im Februar aus und blüht Ende März, was die Hummeln freut, die auch früh unterwegs sind. Und wenn die Brennnesseln mit dem Wachsen anfangen, sind die Hohen Schlüsselblumen längst fertig mit Blühen und bereiten sich auf die nächste Saison März 2026 vor.
März 2025

Gerade rechtzeitig, bevor in der Lehmkaul das Leben so richtig los geht, ist die Käferburg (Käferkeller) fertig geworden. Schon seit 3 Jahren lagerten am Rand des Geländes morsche Birkenbaumscheiben, dann kam ein Stubben einer alten Linde und weiteres Totholz hinzu. In eine kleine Grube, am Rand mit einer Mauer noch erhöht, wurden Stammstücke senkrecht aufgestellt und fixiert. Die restliche Grube wurde dann mit insgesamt 4 Schubkarren Holzschnitzel aufgefüllt, die gerade an einem Wanderweg ganz in der Nähe beim Schneiden von Haselsträuchern angefallen waren. Und es werden nicht nur die Käfer sein, die von dem kleinen Bauwerk profitieren, auch andere Tiere wie kleine Nagetiere und Eidechsen sollen sich hier wohlfühlen. (Eine gute Anleitung zum Bau eines Käferkellers findet sich bei Wikipedia.)
Februar 2025



Eiskalte Nächte im Februar verwandelten die neue Tümpeloberfläche in eine bizarre Eisfläche, der sonnige Märzanfang gab den Startschuß für die Winterlinge und ein leuchtendes Gelb um die neue „Reptilienburg“ herum lockte die ersten Bienen und Schmetterlinge.
Januar 2025
Endlich ein richtiger Winter, die Lehmkaul ist verzaubert, und die neuen Tümpel sind vom vielen Schnee (und Regen) gefüllt.








