Eine erste Voraussetzung, um das Naturschutzprojekt Lehmkaul erfahrbar zu machen, ist, dass es begehbar ist. Das kleine Gartentörchen am Wanderweg 2 soll zwar immer geschlossen sein, aber es ist nicht abgeschlossen, so dass jeder Interessierte eintreten kann und auf den Wegen und Trampelpfaden (das wäre unsere Bitte) die Lehmkaul erkunden kann.
Da man nur schützen kann, was man kennt, liegt ein Schwerpunkt des Projekts darin, Kenntnisse über die heimische Tier- und Pflanzenwelt zu vermitteln. Sei es über Infotafeln oder auch im Rahmen von Führungen. Schon bei ersten, spontanen Führungen zeigte sich großes Interesse an dem Projekt.
Im Mai 2024 war das bisherige Holzgestell für die Infotafel vor der Lehmkaul durch ein Metallgestell ersetzt worden, dieses Gestell entspricht den anderen Infotafeln in Berndorf und bietet mehr Platz für weitere Informationen. So konnten im September 2024 neben der ursprünglichen Tafel 2 Tafeln hinzugefügt werden, die ein Spektrum von in der Lehmkaul vorkommenden Schmetterlingen, Wildbienen, Käfern, verschiedenen anderen Insekten, Amphibien, Reptilien und Vögeln zeigen. Außerdem wurde neben der Infotafel eine Plexiglasbox installiert, worin Informationsbroschuren, Flyer u.a. zum Mitnehmen angeboten werden.
Ein im Sommer 2021 eingerichtetes Wildblumenbeet vor dem Zaun zeigt eine Auswahl heimischer Pflanzen, die daneben errichtete Trockenmauer wurde im April 2022 fertig gestellt. So kann jeder Vorbeigehende sich davon überzeugen, wie Schmetterlinge und Wildbienen von den Blüten und die Eidechsen von der Trockenmauer angezogen werden.
Durch die Aufnahme der Lehmkaul als Station des Berndorfer Kulturwanderwegs wird die Aufmerksamkeit für das Projekt auf einen größeren Besucherkreis gelenkt. Die Flyer des Kulturwanderwegs liegen u.a. im Hillesheimer Tourismusbüro aus und konnten schon den ein oder anderen interessierten Menschen anlocken.



Am 21.5.24 um 13 Uhr war der SWR zu Besuch in der Lehmkaul. Für die SWR Landesschau wurde ein kleines Portrait von Berndorf und seinen 4 Bürgermeistern gedreht. Wie schön, dass die Lehmkaul dabei als ehrenamtliches Naturschutzprojekt Erwähnung fand. Und wenn es auch ungewohnt war, vor Kamera und Mikrofon durch die regennasse Lehmkaul zu laufen, spannend war die Aktion auf jeden Fall. Gesendet wurde der Beitrag am 7.6.24, unter https://www.swrfernsehen.de/landesschau-rp/so-machen-wirs-berndorf-in-der-eifel-das-dorf-ohne-buergermeister-100.html konnte man den Beitrag sehen.
Am 17.4.24 erschien im Trierer Volksfreund ein Artikel über das Kleine Nachtpfauenauge, angeregt durch Dietmar Borbe. Auslöser war der Nachweis des Falters in Berndorf und es wurde auch noch eine spezielle Info zur Lehmkaul dazu gesetzt, vielen Dank dafür.

Am 5. August 2023 fand der Berndorfer Bürgertreff direkt an der Lehmkaul statt, mit der Möglichkeit, das Gelände im Rahmen des Bürgertreffs mit einer Führung oder auf eigene Faust zu erkunden. Obwohl das Wetter nicht ideal war, fand die Idee reichlich Zuspruch. Und sowohl die Führungen als auch Getränke und Gegrilltes wurden zahlreich und gerne in Anspruch genommen. Ein kurzer Bericht in GEROLSTEIN AKTUELL Ausgabe 32/2023 verteilte die Information auch über die Grenzen von Berndorf hinaus. Eine Werbung für den Naturschutz in Berndorf und in der Verbandsgemeinde Gerolstein war die Veranstaltung auf jeden Fall.

Am Samstag, den 9. September 2023 fand eine weitere öffentliche Führung in der Lehmkaul statt, organisiert von der NABU-Gruppe Kylleifel. Susanne Venz und Leo Mattelé konnten den elf Teilnehmern die Besonderheiten von Fauna und Flora in der Lehmkaul zeigen und auch über die Möglichkeiten der Gestaltung des Geländes diskutieren. Hingewiesen wurde auch auf die Notwendigkeit zur Pflege eines solchen Sekundärbiotops. Nach einer fast 3-stündigen Führung war allgemeiner Konsens, dass auch auf verhältnismäßig kleinen Flächen wie der Lehmkaul ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt geleistet werden kann.

Am 19.04.2023 hatte das Entscheidungsgremium der LAG Vulkaneifel den Wildbienen- und Schmetterlingsgarten Berndorf als eingereichtes Bürgerprojekt bewertet, für förderwürdig befunden und eine Fördersumme von maximal 1850€ in Aussicht gestellt (die wurde dann auch nahezu komplett in Anspruch genommen). So war die Finanzierung der nächsten Projektschritte wie die geplanten Sandhügel, Folientümpel und die weitere Ausstattung mit insektenfreundlichen, heimischen Pflanzen gesichert. Die Förderung bedeutete eine wertvolle Unterstützung des Projektes und eine Anerkennung der Arbeit und, nicht zuletzt, machte das Projekt auch über die Grenzen von Berndorf hinaus bekannt.




