Man kann nur schützen, was man kennt. Deshalb ist ein Schwerpunkt des Projekts Lehmkaul, Wissenswertes über die Tier- und Pflanzenwelt zu vermitteln und Engagement für Natur und Umwelt öffentlich zu machen.

Der Wanderweg 2 führt direkt an der Lehmkaul vorbei. Um den vorübergehenden Wanderern eine Kostprobe von den Besonderheiten der Lehmkaul zu zeigen, wurde im Sommer 2021 ein Wildblumenbeet außen vor dem Zaun eingerichtet und daneben eine kleine„Schau“-Trockenmauer errichtet. So kann jeder Wanderer sich davon überzeugen, wie Schmetterlinge und Wildbienen von den Blüten und die Eidechsen von der Trockenmauer angezogen werden. Und wenn er neugierig geworden ist, kann er durch das kleine Gartentor (das nicht abgeschlossen ist!) eintreten und das Gelände über die Wege und Trampelpfade erkunden.
Information
Infotafel: Im Mai 2024 war das bisherige Holzgestell für die Infotafel vor der Lehmkaul durch ein Metallgestell ersetzt worden, dieses Gestell entspricht den anderen Infotafeln in Berndorf und bietet mehr Platz für weitere Informationen. So konnten im September 2024 neben der ursprünglichen Tafel 2 Tafeln hinzugefügt werden, die ein Spektrum von in der Lehmkaul vorkommenden Schmetterlingen, Wildbienen, Käfern, verschiedenen anderen Insekten, Amphibien, Reptilien und Vögeln zeigen. Außerdem wurde neben der Infotafel eine Plexiglasbox installiert, worin Informationsbroschuren und Flyer zum Mitnehmen angeboten werden.
Durch die Aufnahme der Lehmkaul als Station des Berndorfer Kulturwanderwegs wird die Aufmerksamkeit für das Projekt auf einen größeren Besucherkreis gelenkt. Die Flyer des Kulturwanderwegs liegen u.a. im Hillesheimer Tourismusbüro aus und konnten schon den ein oder anderen interessierten Menschen anlocken.
Führungen
Im August 2021 gab es eine Führung durch die Lehmkaul für eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen, die nach dem Ahrhochwasser von den Berndorfer Bürgern („Berndorf hilft“) zu einer Ferienfreizeit eingeladen worden waren, um Abstand von den Schrecken des Hochwassers zu bekommen. Für die interessierten jungen Gäste gab es schon viel zu entdecken, auch wenn längst noch nicht alle Ideen auf dem Gelände der Lehmkaul umgesetzt waren.
Am 5. August 2023 fand der Berndorfer Bürgertreff direkt an der Lehmkaul statt, mit der Möglichkeit, das Gelände im Rahmen des Bürgertreffs mit einer Führung oder auf eigene Faust zu erkunden. Obwohl das Wetter nicht ideal war, fand die Idee reichlich Zuspruch. Und sowohl die Führungen als auch Getränke und Gegrilltes wurden zahlreich und gerne in Anspruch genommen. Ein kurzer Bericht in GEROLSTEIN AKTUELL Ausgabe 32/2023 verteilte die Information auch über die Grenzen von Berndorf hinaus. Eine Werbung für den Naturschutz in Berndorf und in der Verbandsgemeinde Gerolstein war die Veranstaltung auf jeden Fall.

Am Samstag, den 9. September 2023 fand eine weitere öffentliche Führung in der Lehmkaul statt, organisiert von der NABU-Gruppe Kylleifel. Susanne Venz und Leo Mattelé konnten den elf Teilnehmern die Besonderheiten von Fauna und Flora in der Lehmkaul zeigen und auch über die Möglichkeiten der Gestaltung des Geländes diskutieren. Nach einer fast 3-stündigen Führung war allgemeiner Konsens, dass auch auf verhältnismäßig kleinen Flächen wie der Lehmkaul ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt geleistet werden kann. Eine weitere NABU Führung im Juli 2025 hatte die Biotopvernetzung zum Thema, hier war die Lehmkaul Teil der gezeigten Vernetzung einzelner Biotope.
Am frühen Morgen des 24.5.2025 veranstaltete die Umweltgruppe Berndorf eine ornithologische Wanderung unter der fachkundigen Leitung von Stefan Reich, die in der Lehmkaul mit ihrem normalerweise vielstimmigen Vogelkonzert ihren Ausgang nahm. Zwar waren an diesem Morgen die Vögel der Lehmkaul in ihrem Gesang etwas zurückhaltend, aber das Klappern der Klappergrasmücke als nicht häufigem Vogel immerhin konnte den Teilnehmern demonstriert werden.
Medien
Am 21.5.24 um 13 Uhr war der SWR zu Besuch in der Lehmkaul. Für die SWR Landesschau wurde ein kleines Portrait von Berndorf und seinen 4 Bürgermeistern gedreht. Wie schön, dass die Lehmkaul dabei als ehrenamtliches Naturschutzprojekt Erwähnung fand. Und wenn es auch ungewohnt war, vor Kamera und Mikrofon durch die regennasse Lehmkaul zu laufen, spannend war die Aktion auf jeden Fall. Gesendet wurde der Beitrag am 7.6.24, unter https://www.swrfernsehen.de/landesschau-rp/so-machen-wirs-berndorf-in-der-eifel-das-dorf-ohne-buergermeister-100.html konnte man den Beitrag sehen.
Am 17. April 2024 erschien im Trierer Volksfreund ein Artikel über das Kleine Nachtpfauenauge, angeregt durch Dietmar Borbe. Auslöser war der Nachweis des Falters in Berndorf, u.a. in der Lehmkaul. Neben der Beschreibung des Nachtfalters wurde im Artikel ausdrücklich auf die Besonderheiten der Lehmkaul hingewiesen.
Förderung
Schon ganz zu Beginn der Arbeiten in der Lehmkaul war ein Ehepaar in Berndorf (das ungenannt bleiben möchte) so angetan von dem Projekt, dass es eine Summe von 500€ spendete und zusätzlich die Kosten für das Dach des Geräteschuppens übernahm. Und 2025, als es darum ging, Saatgut für den Blühstreifen in der Nachbarwiese zu kaufen, übernahmen die beiden wiederum dafür die Kosten. Hierfür ein herzliches Dankeschön.

Am 19. April 2023 hatte das Entscheidungsgremium der LAG Vulkaneifel den Wildbienen- und Schmetterlingsgarten Berndorf als eingereichtes Bürgerprojekt bewertet, für förderwürdig befunden und eine Fördersumme von maximal 1850€ in Aussicht gestellt (die wurde dann auch nahezu komplett in Anspruch genommen). So war die Finanzierung der nächsten Projektschritte wie die geplanten Sandhügel, Folientümpel und die weitere Ausstattung mit insektenfreundlichen, heimischen Pflanzen gesichert. Die Förderung bedeutete eine wertvolle Unterstützung des Projektes und eine Anerkennung der Arbeit und, nicht zuletzt, machte das Projekt auch über die Grenzen von Berndorf hinaus bekannt.

Im November 2025 erhielt das Projekt Lehmkaul und Blühstreifen Nachbarwiese den Klimaschutzpreis von Westnetz. Wieder eine sehr schöne Anerkennung für unsere Naturschutzarbeit. Das Preisgeld von 500€ wird für weitere Maßnahmen des Naturschutzes in Berndorf eingesetzt werden.








